Onlineberatung
schnell - diskret - kompetent
Antwort auf Ihre Fragen innert 24h
(72h an WE und Feiertagen)


Ihre Spende in guten Händen.

Blaues Kreuz
 

Geschäfts- und Fachstelle
Hermannstrasse 3
Postfach 52
8570 Weinfelden
Tel: 071 622 26 55
Fax: 071 622 18 46
Mail: bksh-tg@blaueskreuz.ch

 

Fachstelle Schaffhausen
Neustadt 17
8200 Schaffhausen
Tel: 052 624 78 88

 

Sie erreichen uns telefonisch
an Werktagen zwischen
9.00h und 12.00h und
13.30h und 16.00h

 

Häufig gestellte Fragen

  • Alkohol – Genuss oder Sucht. Wo ist die Grenze?
    Alkohol ist in unserer Kultur sowohl ein Genuss- wie auch ein Suchtmittel. Moderat konsumiert fördern alkoholische Getränke Genuss, angenehme Gefühle und Stimmung. Alkohol ist aber auch ein Suchtmittel das körperlich und psychisch abhängig macht. Die Entwicklung vom Genuss zur Sucht verläuft langsam, oft unbemerkt über mehrere Jahre hinweg. Nicht jeder Mensch reagiert gleich. Darum ist die Grenze nicht klar zu ziehen. Ein unverbindliches Abklärungsgespräch auf einer unserer Fachstellen kann Klarheit schaffen. 
     
  • Wieviel ist zuviel?
    Nicht jeder und jede verträgt gleich viel. Frauen vertragen generell weniger Alkohol als Männer. Wichtiger Faktor ist auch das Körpergewicht. Betreffend einer möglichen Abhängigkeitsentwicklung gilt folgende Faustregel:
    Für Männer: 2-3 Standardgläser pro Tag, max. 3-4 mal pro Woche
    Für Frauen: 1-2 Standardgläser pro Tag, max. 2-3 mal pro Woche
    Wer mehr trinkt geht ein grosses Risiko ein, abhängig zu werden.
    Auch kleinere Mengen sind keine Garantie gesund zu bleiben.
     
  • Ist Alkoholabhängigkeit eine Krankheit?
    Noch bis weit ins letzte Jahrhundert hinein wurde Alkoholabhängigkeit mit Willens-und Charakterschwäche in Verbindung gebracht. Heute ist sie offiziell als Krankheit anerkannt, die erfolgreich behandelt werden kann.
  • Kontrolliert trinken. Geht das?
    Die meisten Leute können ihren Alkoholkonsum gut steuern. Menschen, die bereits eine Abhängigkeit entwickelt haben, erleben jedoch oft den so genannten Kontrollverlust. Das heisst, sie schaffen es nicht mehr „normal“ zu trinken. Betroffene berichten oft, dass sie die Kontrolle über ihren Alkoholkonsum regelmässig verlieren. Deshalb empfehlen Fachleute in diesem Fall den Verzicht auf alkoholische Getränke um wiederholte Rückfälle zu vermeiden.
     
  • Gibt es ein Medikament gegen das Trinken?
    Das Wundermittel gegen Alkoholmissbrauch gibt es nicht. Hingegen gibt es auf dem markt verschiedene Medikamente, mit denen eine Konsumreduktion erreicht oder die Abstinenz gesichert werden kann. Informationen dazu finden sie auf den Websites der Suchtmedizin zum Beispiel hier. Konsultieren sie dazu ihren Arzt und lassen Sie sich beraten. 
    Medikamente können die Genesung unterstützen, ersetzen aber nicht die persönliche Auseinandersetzung mit  Abhängigkeit und Sucht.
     
  • Mein Partner, meine Partnerin trinkt, was kann ich tun?
    Familienangehörige stehen der zunehmenden Abhängigkeit des Betroffenen oft hilflos gegenüber. Was sie auch unternehmen, scheint zu scheitern oder bewirkt das Gegenteil von dem was beabsichtigt war. Derweil schreitet die Abhängigkeitsentwicklung fort. Die Alkoholkrankheit verschlimmert sich mit der Zeit.
    Meistens leiden Angehörige mehr noch als Betroffene unter der Situation. Sie haben deshalb auch Anrecht für sich selbst Hilfe nachzusuchen. In einer professionellen Beratung lernen sie wieder auf sich selbst zu schauen, ihr Leben nicht abhängig vom Verhalten und Wohlbefinden der alkoholkranken Person zu machen und diese mit verändertem Verhalten zum Ausstieg zu motivieren.
     
  • Wie kann ich den Ausstieg schaffen, trotz Entzugssymptomen?
    Eine längere Trinkperiode mit regelmässigem und hohem Alkoholkonsum führt meistens zu körperlicher Abhängigkeit und zu Entzugssymptomen beim Absetzen des Alkohols. Diese Entzugserscheinungen können gravierende körperliche Folgen haben wenn sie zu stark sind. Sie sind auch der Grund, warum viele weitertrinken, weil sie sich ausserstande sehen die körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen durchzustehen.
    Reden sie deshalb mit ihrem Arzt darüber. Er kann beurteilen, ob ein ambulanter Entzug mit Hilfe von Medikamenten möglich, oder eine stationäre Entzugsbehandlung notwendig ist.
     
  • Was geschieht bei einer  Behandlung?
    Die körperlichen Symptome können meistens mit einer 2-5 tägigen Entzugsbehandlung überwunden werden. Unter ärztlicher Anleitung und medikamentöser Unterstützung ist der körperliche Entzug meist eine unproblematische und „schmerzlose“ Angelegenheit.
    Der längere und schwierigere Teil ist die Entwöhnung. In einer ambulanten oder stationären Behandlung lernen Klienten alkoholfrei zu leben und für ihr Leben wieder selbst Verantwortung zu übernehmen. Ob eine ambulante oder stationäre Therapie angezeigt und möglich ist, wird zusammen mit dem Patienten besprochen und entschieden.
     
  • Ist mit einem Rückfall alles verloren?
    Nein. Ein Rückfall muss keine Katastrophe sein und ist noch nicht das Ende.Das ist besonders für Angehörige wichtig zu wissen. Ein Rückfall ist jedoch ein Zeichen, wo allenfalls zu wenig Vorsichtsmassnahmen getroffen worden oder wo noch Defizite vorhanden sind. Ein Rückfall ist damit auch ein Anlass zum Lernen. Beliebt ist die Unterscheidung zwischen Ausrutscher und Rückfall: Ausrutscher sind periodische Ereignisse die meistens schnell wieder gestoppt werden. Betroffene lernen oft daraus. Ein Rückfall in das alte von Alkoholkonsum geprägte Verhalten kann jedoch tatsächlich zur irreparablen Katastrophe führen. Wichtig deshalb: Betroffene sollen nach Ausrutschern unverzüglich das Gespräch mit Fachpersonen oder Personen ihres Vertrauens Kontakt aufnehmen um für sich daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können.

Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wissenswertes zu Alkoholkonsum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blaues Kreuz Schaffhausen-Thurgau, Geschäfts- und Fachstelle, Hermannstrasse 3, Postfach 52, 8570 Weinfelden, 071 622 26 55,  Mail